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Salut Salon: Ein Haifisch im Aquarium
In ihrem neuen Programm präsentiert das Hamburger Quartett, Filmmusik-Adaptionen, Couplets sowie Volksmusik aus Irland, Russland, Finnland.
Informationen des Veranstalters
Ein Haifisch im Aquarium? Musikalisch ist das gar nicht so schwierig. Man nimmt die stumme Unterwasserwelt, die Camille Saint-Saens einst für seinen Karneval der Tiere komponierte, und lässt in diese Stille den Tango-Furor eines Astor Piazzolla einbrechen. Schon schwimmt der argentinische Haifisch "Escualo" im französischen "Aquarium" - um dann im neuen Programm des Hamburger Quartetts Salut Salon immer wieder und überraschend als musikalisches Motiv aufzutauchen. Seit Monaten feilen die Quartettgründerinnen Angelika Bachmann (Violine) und Iris Siegfried (Violine und Gesang) mit Sonja Lena Schmid (Violoncello) und Anne von Twardowski (Klavier) neben der laufenden Deutschland- Tournee an den neuen Arrangements für den "Haifisch im Aquarium". Am 7. Juli ist Premiere im Thalia Theater Hamburg.Mit dem Franzosen Camille Saint-Saens und dem Argentinier Astor Piazzolla haben sich die vier Musikerinnen für ihr neues Programm zwei passende Titelhelden ausgesucht. Seelenverwandte sozusagen, die in ihrer Zeit als Komponisten genauso experimentierfreudig waren, wie heute Salut Salon. Astor Piazzolla erneuerte nicht nur den argentinischen Tango, er war auch leidenschaftlicher Hochseeangler. "Wenn ich keinen Hai mehr aus dem Meer herausholen kann, kann ich auch nicht mehr Bandoneon spielen", soll er einmal gesagt haben. Dieser Kampf interessierte ihn, miteinander zu ringen, ziehen und gezogen werden - in seiner Intensität entspricht dieses Bild durchaus der Art, wie auch die vier Musikerinnen von Salut Salon zu ihrem Programm kommen. Sie ringen leidenschaftlich um jedes Stück, verändern die Originale, lassen weg, dichten dazu, schreiben virtuos um, komponieren Übergänge - solange bis diese besondere Spannung aus Rhythmus und Geschwindigkeit entsteht, die ihrer Spielfreude entspricht und die Salut Salon ausmacht.
Auch im neuen Programm gibt es Filmmusik-Adaptionen, Puppenspiel mit Oskar am Klavier und an der Geige, hintersinnige Couplets aus eigener Feder, Volksmusik aus Irland, Russland, Finnland, immer in der jeweiligen Landessprache, und sei sie noch so fremd, dazu der chinesische Popsong, der den Musikerinnen schon bei ihrem Auftritt in Shanghai zum Durchbruch verhalf - was immer sich mit klassischer Musik verbinden lässt, sie verbinden es. Ihr Markenzeichen: Klassik ohne Scheu vor noch so gewagtem Cross-Over.



